Die Tonaufbereitung

Bereits 1841 gründete ein Geschäftsmann in der Nähe von Bonn neben einer Tongrube ein kleines Werk zur Produktion von feuerfesten Steinen, Ziegeln und anderen Tonerzeugnissen. Ab 1902 traten erste Probleme auf, als eines der Ofenhäuser durch einen Brand zerstört wurde. 1912 wurde das Unternehmen mit 242 Mitarbeitern von einer Bonner AG übernommen. Die Insolvenz kam 1923 und 1924 zerstörte ein weiterer Brand einen Großteil des Werksgeländes. Bergauf ging es wieder nach einer erneuten Übernahme 1926 und Umstrukturierung zur Produktion von Klinkersteinen. Die anfangs erwähnte Tongrube war jedoch bereits 1928, 2 Jahre ausgeschöpft und man stellte um auf die Produktion feuerfester Steine und später Steinzeug-röhren. Die Belieferung erfolgte nun an über den bereits seit 1922 existierenden Gleisanschluss. Nach Ende des zweiten Weltkriegs explodierte die Nachfrage und es wurde bis weit ins europäische Umland hinaus exportiert. 1971 wurde die Produktion eingestellt da die mittlerweile veralteten Steinzeug-röhren durch das Moderne PVC abgelöst wurden. Dazu kam ein allgemein veralteter Zustand der gesamten Produktionsanlage und vollkommen erschöpfte Ton-vorkommen der gesamten Region. Bis in die 1990er wurden Teile des Geländes als Produktionsstandort für Automatisierungsmaschinen und die Autoindustrie genutzt. 1991 wurde das Gelände von einer örtlichen Rehaklinik aufgekauft, die jedoch kurz darauf pleite ging und seit Ende der 1990er Jahre steht das Gelände nun unbenutzt leer. Zu diesem Zeitpunkt wurde es letztmalig als Lagerfläche vermietet. Seitdem ist das ehemalige Werk nun den Kräften der Natur ausgesetzt, was sich auf den Fotos unten auch gut erkennen lässt.


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